Sie sind Orte des Lernens, Lebens und Glaubens auf Grundlage des christlichen Menschenbildes und damit bereits jetzt Orte lebendigen kirchlichen Lebens. Sie sind Nicht-Parochiale Formen der Verkündigung und des kirchlichen Lebens und außerordentlich vital. Die 93 Schulen in evangelischer Trägerschaft mit rund 17.000 Schülerinnen und Schülern stellen ein bedeutendes Feld kirchlichen Bildungshandelns dar. In Zeiten eines allgemeinen Mitgliederrückgangs wächst in diesen Schulen „unsere Kirche nach wie vor“1 – jedes Kind kommt hier mit der Gottesfrage in Berührung und kann christlichen Glauben als Orientierung erleben. Es ist ausdrücklich zu betonen, dass wir an den evangelischen Schulen dem kirchlichen Auftrag in herausgehobener Weise gerecht werden können: Menschen, die uns suchen, aber nicht getauft sind, kommen in die Hörweite des Evangeliums. So ist ca. die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler nicht Glied unserer Kirche. Diese Menschen sind kontinuierlich und dauerhaft in einer prägenden Zeit ihres Lebens in einer evangelischen Einrichtung. Oder anders gesagt, eine kleiner werdende Kirche, die nach ihrer künftigen Gestalt fragt, muss dies deutlicher aufgreifen und würdigen als sie es bisher getan hat! Vor diesem Hintergrund zeigt sich das Potenzial evangelischer Schulen für eine lebendige und zukunftsfähige kirchliche Gemeinschaft besonders deutlich.
Dieser Text versteht sich als Würdigung und Anerkennung der Arbeit der AG „Kirche im Wandel“ in unserer Landeskirche und greift besonders die Perspektive von den „dritten Orten“ auf, die das gewachsene Parochialverständnis damit weiten und ergänzen will. „Dritte Orte“ liegen quer zu Formen von Gemeinde – oft sind sie sogar institutionskritisch. Sie sind Innovationsräume
kirchlichen Lebens, die probehalber Antworten auf Herausforderungen bei der Erfüllung des kirchlichen Auftrags entwickeln.“2
Im Folgenden werden drei zentrale Aspekte beleuchtet, wie sich diese Schulen bereits jetzt als kirchliche Orte einer lebendigen Schulgemeinde darstellen: (1) pädagogisch-konzeptionelle Aspekte, (2) theologisch und glaubenspraktische Profilbildung und (3) organisatorisch-strukturelle Rahmenbedingungen.
Das vollständige Papier: „Evangelische Schulen in Sachsen als dritte Orte lebendiger Kirche" finden Sie hier.
1 evlks.de/aktuelles/alle-nachrichten/nachricht/evangelische-schulen-in-sachsen-erfolgsmodell-und-herausforderung#:~:text=vorstellen können, dass mittlerweile 12,christlichen
Glauben als Orientierung erleben
2akd-ekbo.de/innovation/dritteorte/

