Die gemeinsame Schulleitungsqualifizierung der Evangelischen Schulstiftungen in den neuen Bundesländern bietet hierfür einen geschützten Lern- und Entwicklungsraum. Über einen Zeitraum von anderthalb Jahren hinweg werden Leitungskräfte fachlich gestärkt, persönlich begleitet und miteinander vernetzt.
Organisiert und verantwortet wird das Qualifizierungsprogramm gemeinschaftlich von der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO, der Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland St. Johannes, die Evangelische Schulstiftung in der EKBO, die Hoffbauer-Stiftung, der Schulstiftung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und der Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. Ein erfahrenes Organisationsteam begleitet die Module fachlich und konzeptionell und sorgt für eine enge Verzahnung von Praxis, Austausch und persönlicher Entwicklung.
Auch aus dem Kreis der Schulen der Evangelischen Schulstiftung in Sachsen haben sich in diesem Durchgang fünf Schulleiterinnen und Schulleiter auf den Weg gemacht, ihre Führungskompetenzen weiterzuentwickeln und neue Impulse für ihre Schulen mitzunehmen.
Das Programm umfasst acht praxisorientierte Module, die zentrale Handlungsfelder moderner Schulleitung aufgreifen – von werteorientierter Führung im Glaubenskontext über Personalführung, demokratische Schulentwicklung und Digital Leadership bis hin zu Präsenz, Kommunikation sowie Resilienz und Selbstfürsorge. Neben fachlichen Inputs stehen vor allem Austausch, Intervision und kollegiale Beratung im Mittelpunkt. So entsteht ein tragfähiges Netzwerk, das weit über die Module hinaus wirkt.
Die Qualifizierung versteht sich als gemeinsame Lernreise: Sie verbindet Professionalität mit persönlicher Stärkung, geistliche Impulse mit praxisnahen Werkzeugen und eröffnet Räume, um innezuhalten, Perspektiven zu wechseln und neue Kraft für den Schulalltag zu schöpfen.
Stimmen aus dem Teilnehmerkreis
Auch Flora Schleiermacher von der Evangelische Grundschule Grumbach blickt dankbar auf ihre Teilnahme zurück:
„Schulleitung gelingt dann, wenn ich mich aus der Kampfebene in die Verstehensebene begebe und dafür sorge, dass niemand verloren geht. Zudem braucht es optimistische Schulleitungen, die mehr Freude an Lösungen als an Problemen haben.“
Besonders wertvoll war für sie der trägerübergreifende Austausch:
„Der Austausch mit anderen Schulleitungen war für mich unglaublich bereichernd. Vor allem in der Intervisionsgruppe konnten wir uns vielen schwierigen Themen – zum Beispiel zur Personalführung – widmen. Durch die räumliche Distanz war eine andere Form von Offenheit und Anonymität möglich.“
Für ihre zukünftige Leitungsarbeit nimmt sie konkrete Fragen und Entwicklungsschwerpunkte mit – etwa eine gerechte Aufgabenverteilung im Kollegium, die Balance zwischen Aufbruch und Beständigkeit sowie den Umgang mit wachsenden Herausforderungen im sozial-emotionalen Förderbereich. Auch die Frage nach klaren Prioritäten in Zeiten vielfältiger Anforderungen wie Digitalisierung, Demokratiebildung, BNE und evangelischem Profil wird sie weiter begleiten.
Persönlich zieht sie ein sehr positives Fazit:
„Ich nehme nicht nur viele inhaltliche Impulse mit, die meine Sicht auf Schulleitung grundlegend verändert haben, sondern auch ein wertvolles Netzwerk an Schulleitungen, die ich jederzeit um Unterstützung bitten kann. Es war eine sehr bereichernde Zeit, die mir geholfen hat, in meine Rolle hineinzuwachsen und sie mit meinen Stärken zu füllen. Danke für diese wunderbare Chance.“
Wir freuen uns sehr über das Engagement unserer sächsischen Schulleitungen und sind gespannt auf die Ideen, Erfahrungen und Entwicklungen, die aus dieser Qualifizierung in unsere Schulen zurückfließen werden.




