Ermutigt durch das Projekt „Bildungsland Sachsen 2030“ des sächsischen Bildungsministeriums, steht dabei vor allem die ganzheitliche Förderung der individuellen Stärken und Kompetenzen im Mittelpunkt. Ziel ist es, eine Lernumgebung zu schaffen, die Motivation, soziale Fähigkeiten und die Kompetenz, zukünftige Herausforderungen zu meistern, unterstützt – unabhängig von den klassischen Noten.
Denn traditionelle Bewertungen haben oft zur Folge, dass Lernprozesse frühzeitig beendet werden, da sie nur das Ergebnis betrachten und somit die Lernmotivation beeinträchtigen können. Um diesem Problem zu begegnen, haben seit einigen Jahren Schulen aus verschiedenen Trägerschaften – sowohl staatliche als auch freie Einrichtungen –Konzepte für alternative Leistungsbewertungen entwickelt und bereits wertvolle Erfahrungen gesammelt.
In mehreren Gesprächen von Vertretern von Schulleitungen, Schulträgern der evangelischen Schulen und der Evangelischen Schulstiftung mit dem Kultusministerium und dem Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) wurden die Möglichkeiten der Umsetzung alternativer Leistungsbewertungen ausgelotet. Schließlich entstand die Idee, Kompetenzbewertungen digital in der von vielen Schulen bereits genutzten Schulsoftware abzubilden. Das Ziel: Die automatisch generierte Erstellung von Kompetenzzeugnissen, die den individuellen Lernweg detailliert dokumentieren. Um die Anschlussfähigkeit in weiterführenden Schulen oder bei Schulwechsel zu garantieren, ist außerdem die automatische Umrechnung in Notenzeugnisse vorgesehen.
Das Austauschforum stand dabei im engen Kontakt mit der Entwicklerfirma der Schulsoftware. Gemeinsam wurden erste Kompetenzraster für alle Fächer der Klassenstufen 1 bis 6 sowie ein Konzept für die Umsetzung in der Schulsoftware entworfen. Die Softwarefirma hat auf Basis des erarbeiteten Konzeptes eine erste Testversion des neuen Moduls realisieren, die erfolgreich pilothaften Erprobung durch mehrere Schulen standhielt.
Ab dem Schuljahr 2026/2027 setzen diese Pilotschulen die Kompetenzbewertung und die Erstellung von Kompetenzzeugnissen im regulären Schulalltag ein. Die gewonnenen Erfahrungen fließen direkt in die Verbesserung der Software ein, damit das Modul voraussichtlich ab dem Schuljahr 2027/2028 allen interessierten Schulen zur Verfügung gestellt werden kann.
Wenn Sie als Schule Interesse daran haben, Teil dieses innovativen Entwicklungsprozesses zu werden und von den bisherigen Erfahrungen zu profitieren, freuen sich die Verantwortlichen über Ihre Kontaktaufnahme bei der ESDi GmbH, dem Betreiber der Software: gf@esdigmbh.de
Monika Hochmuth-Alvarez und Holger Schieck
Evangelische Schulstiftung Sachsen

