Inklusion ist mehr als ein pädagogisches Konzept – sie ist ein zentraler Baustein zeitgemäßer Schulentwicklung. Die Fortbildung beleuchtet nicht nur die rechtlichen Grundlagen, wie etwa die UN-Behindertenrechtskonvention, sondern auch ganz praktische Fragen des schulischen Miteinanders: Welche Barrieren existieren in der Schule, welche Vielfalt bringen Schülerinnen und Schüler mit – und wie können wir als Gemeinschaft daran wachsen? Beispiele von ausgezeichneten Schulen, die schon heute erfolgreich inklusiv arbeiten, geben wichtige Impulse und motivieren zum Nachahmen. So konnten zum Beispiel für Modul 2 Frau Ulrike Kegler, ehemalige Schulleiterin der Montessori Oberschule Potsdam (Schulpreisträger 2007) und Frau Aenne Thurau, Schulleiterin der Grundschule Op de Host in Schleswig-Holstein (Schulpreisträger 2023) als Referentinnen gewonnen werden.
Während der Seminare wird immer wieder deutlich: Inklusion ist eine Aufgabe, die die gesamte Schule betrifft. Sie gelingt nur, wenn alle an der Schule Tätigen an einem Strang ziehen – von der Lehrkraft bis hin zu den Schulbegleiterinnen und Schulbegleitern. Eine besondere Verantwortung kommt dabei der Schulleitung zu. Inklusion darf nicht nur ein individuelles Engagement einzelner Inklusionsbeauftragter bleiben, sondern muss zur „Chefsache“ werden. Nur wenn Schulleitungen Inklusionsbeauftragte aktiv und nachhaltig unterstützen, können inklusive Prozesse an Schulen wirkungsvoll und dauerhaft gestaltet werden.
Die Teilnehmenden der Fortbildungsreihe profitieren von vielfältigen Austauschformaten, spannenden Praxisberichten und der Chance, eigene Fragestellungen zu diskutieren. Ein Highlight wird die abschließende Inklusions-Messe werden: Ein lebendiger Marktplatz voller Ideen, Methoden und Projekte, der innovative Ansätze für inklusive Schulentwicklung sichtbar macht.
Eine Teilnehmerin fasst ihre Erfahrungen zusammen:
„Zu Beginn war ich motiviert und neugierig – jetzt bin ich motiviert, informiert, neugierig und inspiriert, direkt weiterzumachen!“
Diese Begeisterung zeigt, wie wichtig solche Qualifizierungsangebote für die Weiterentwicklung evangelischer Schulen hin zu vielfältigen und gerechten Lernorten sind.
Inklusion braucht das gemeinsame Engagement aller – gemeinsam gestalten wir Schulen, in denen alle Kinder und Jugendlichen ihren Platz finden und sich entfalten können.
Text: Holger Schieck

